Zeit für mehr Solidarität

Trotz des verheerenden Hurrikans geht die Stromproduktion auf dem Dach des Centro de Inmunologia Molecular (CIM) weiter. In fünf Monaten wurden bereits 71.387 Kilowattstunden in das Netz gespeist. Das sind bereits knapp 48 Prozent der Jahresleistung von 150.000 kWp. Dies ist eine zukunftsweisende Entwicklung. Dennoch benötigen unsere Partner auf Cuba weiterhin unsere Solidarität.

Die Solaranlage auf dem Dach der CIM wurde Ende April aufgebaut.

Der Hurrikan „Ian“, der Anfang Oktober über Cuba hinweg zog, hat im Westen der Insel eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. In Pinar del Rio sind die Schäden am höchsten. Über 80.000 Häuser wurden beschädigt. Mehr als 8.ooo Wohnungen sind unbewohnbar. In der Tabakanbauregion wurden 90 Prozent der Trockenschuppen beschädigt. Auch die Fischfangflotte wurde von Hurrikan „Ian“ schwer getroffen.

Stromversorgung kritisch

Der Hurrikan war für Cuba ein zweiter Schock. Bereits anfang August kam es im Treibstofflager im Industriehafen von Matanzas zu einem gewaltigen Brand. Vier Tanks mit Treibstoff zur Stromerzeugung wurden zerstört. Dies wirkte sich zusätzlich auf die ohnehin kritische Lage der Stromversorgung aus. Inzwischen kommt es zu Stromabschaltungen auch in Havanna. Davon ist auch unser Partner CIM, auf dessen Dach sich die Solaranlage befindet, betroffen.

Erweiterung der Anlage notwendig

Das Netzwerk InterRed hat für die zweite geplante Lieferung, die in Kooperation mit dem Frankfurter Verein „Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim“ (LAGG) organisiert wird, einen weiteren 40 Fuß-Container geordert. Wir haben in Anbetracht der zugespitzten Situation in Cuba nicht nur die geplanten 50 kWp geladen, sondern zusätzlich 30 kWp, also zusammen 80 kWp. Der zweite Ausbauschritt wird auf dem gleichen Dach wie die erste Anlage errichtet und soll bereits am Jahresende in Betrieb gehen.
Die gesamte Anlage mit 180 kWp wird dann im Jahr 2023 mindestens 250.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und die Versorgungssicherheit unseres cubanischen Partners erhöhen.

Was uns noch fehlt, ist ein Teil der Finanzierung. Wir haben bisher eine Deckungslücke von rund 12.500 Euro, um die 80 kWp bezahlen zu können.

Synergien genutzt

Wir sind dieses Risiko eingegangen, weil der Energiemangel in Cuba existenzielle Ausmaße angenommen hat. Außerdem konnten wir die zusätzlichen 30 kWp mittels Synergieeffekte besonders günstig aufsatteln. Für 2023 planen wir die Fortsetzung unseres Projektes mit einer 3. Lieferung.

Wir bitten deshalb um weitere Spenden auf das Konto vom
Netzwerk InterRed e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE50 5502 0500 0007 6002 00

Der Verein ist gemeinnützig und kann Spendenbescheinigungen ausstellen.

Neue Module stehen bereit

Für die Erweiterung der bestehenden Anlage sind die wichtigsten Komponenten im Lager eingetroffen. Wir planen mit der Verpackung der Anlage Ende September. Wenn alles unbehindert läuft, werden die Komponenten Anfang Oktober verschifft.

Statt der zunächst geplanten 50 kWp werden wir Solarpanele mit einer Leistung von 80 kWp nach Kuba senden. Für die Aufstockung um 30 kWp fehlen uns derzeit noch 13.500 Euro.

Synergien nutzen 

Der Grund für die erweiterte Lieferung liegt in der Überlegung, dass im Container noch Platz für weitere Solarmodule ist. Diese Module lassen sich an den ohnehin mitgelieferten anschließen, so dass nur die Kosten für die Solarmodule und die Unterkonstruktion entstehen. Die neue Solaranlage soll Mitte November aufgebaut werden und im Dezember in Betrieb gehen.

Solaranlage spart Diesel und Erdöl

Unsere gespendete Solaranlage wird dann eine Jahresleitung von über 250.000 Kilowattstunden haben. Damit werden ca. 60 bis 80.000 Liter Erdöl oder Diesel eingespart.

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