Aktueller Spendenstand
Hier können Sie den Stand der bisher eingegangenen Spenden für das aktuelle Projekt "Eine Solarkraftwerk für Cuba" verfolgen.
Zum SpendenstandSolarprojekte Cuba 2026: Material auf dem Weg – trotz US-Blockade
Die Nachrichten der letzten Wochen machen die Lage unmissverständlich klar: Die US-Blockadepolitik soll Cuba in die Knie zwingen. Die Anklage der US-Justiz gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro ist ein weiterer Eskalationsschritt. Schon mit einem Dekret vom 1. Mai hat die US-Regierung unter Donald Trump die Wirtschaftsblockade erneut drastisch verschärft und die Auswirkungen sind unmittelbar spürbar. Die beiden Großreedereien Hapag-Lloyd und CMA CGM, zwei der bedeutendsten Akteure im weltweiten Containerverkehr, haben ihre Transporte nach Kuba praktisch über Nacht eingestellt. Sie verweisen auf „rechtliche Risiken“ durch die neue US-Sanktionspolitik, die den Druck gezielt auf Drittstaaten und deren Handelspartner ausweitet.
Für ein Land, das bereits vor dieser Eskalation mit massiven Energie- und Versorgungsengpässen kämpfte, ist das ein weiterer schwerer Schlag. Krankenhäuser, Schulen, Kooperativen. Sie alle spüren, was es bedeutet, wenn Lieferketten wegbrechen, die ohnehin schon durch die jahrzehntelange Blockadepolitik fragil waren.
Umso wichtiger ist es, dass die Projekte von InterRed und unseren Partnerorganisationen genau jetzt weiterlaufen. Und dass wir als Solidaritätsnetzwerk rechtzeitig gehandelt haben.
Solaranlage Cuba: Erste Container mit Installationsmaterial verschifft

Bereits am 22. Mai wurden im Bremer Lager unseres Logistikpartners Unicon Logistics die ersten Container für die anstehenden Solarprojekte in Kuba überprüft, verpackt und auf die Reise geschickt. Zwei vollbeladene 40-Fuß-Seefrachtcontainer mit Installationsmaterial machten sich auf den Weg nach Rotterdam, von wo aus die Reederei Nirint, ein bewährter, von den großen Shipping-Konzernen unabhängiger Partner im Karibikverkehr, sie direkt nach Mariel verschifft. Ein dritter Container mit Solarmodulen wartet bereits in Rotterdam.
Die Verschiffung erfolgte in enger Kooperation mit Aschoff Solar, die die Solarprojekte für cubanische Krankenhäuser gemeinsam mit InterRed und der Partnerorganisation AMCA und LAGG umsetzt. Die Entscheidung, wer die Fracht transportiert, war dabei kein Zufall: Während die großen Linienreedereien sich reihenweise aus dem Cubaverkehr zurückziehen, setzen wir bewusst auf Partner, die unabhängig und flexibel agieren und die seit vielen Jahren verlässlich im Karibikverkehr tätig sind.
Cuba Blockade 2026: Warum wir jetzt auf Vorrat denken
Die aktuelle politische Situation hat uns in einer Entscheidung bestärkt, die wir schon länger erwogen haben: Statt bei jedem neuen Projektschritt einzeln zu verschicken, was gebraucht wird, setzen wir diesmal auf eine andere Strategie. Ein erheblicher Teil des nun verschifften Materials ist projektübergreifendes Verbrauchsmaterial, unter anderem Kabel, Stecker, Verbindungselemente, Schutzrohre, Installationskanäle, das bei nahezu jedem Projekt gebraucht wird und das wir künftig vor Ort auf Lager haben wollen.





Der Hintergrund ist einfach: Je unberechenbarer die US-Politik gegenüber Cuba werden und damit die Transportbedingungen, desto wichtiger ist es, nicht von einzelnen Lieferungen abhängig zu sein. Wenn Reedereien ihre Buchungen einstellen, Sanktionen greifen oder Häfen überlastet sind, können Projekte ins Stocken geraten, nicht weil es an Willen oder Mitteln fehlt, sondern weil ein Stecker oder ein Kabeltyp nicht rechtzeitig ankommt. Mit einem Materialbestand vor Ort wollen wir genau das verhindern.
Alle nötigen Unterkonstruktionsteile, Anschluss- und Verbindungsmaterial wurden projektübergreifend zusammengestellt und farblich markiert, um bei der späteren Verteilung auf die einzelnen Projekte Klarheit zu behalten. In etwa zwei Wochen sollen weitere Container folgen, um einen kontinuierlichen Baufortschritt zu sichern.
Solidarität mit Cuba – konkret und praktisch
Die Situation in Cuba ist ernst. Die Blockade wirkt, und sie wirkt gezielt. Aber sie stoppt uns nicht. InterRed und seine Partner reagieren auf die veränderten Bedingungen, passen Logistik und Strategie an und schicken Materialien, Werkzeuge und Menschen dorthin, wo sie gebraucht werden: in kubanische Krankenhäuser, die Solarstrom und Sicherheit brauchen.
Wer diese Arbeit unterstützen möchte, kann das weiterhin tun:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
SozialBank
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33MNZ
Solidarität in Aktion: Konzerte, Märsche und Frühstück für Cuba
Die Solidarität mit Cuba wächst. Nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Veranstaltungen rund um die Osterfeiertage gezeigt, wie vielfältig und engagiert die Unterstützung für die Projekte von InterRed ist. Von Solikonzerten über Stände bis hin zu gemeinsamen Frühstücksaktionen: Es entstehen neue Initiativen, um Cuba in der aktuellen Krise zu helfen.

Rock für Cuba: Solikonzert im Café Exzess
Am 4. April verwandelte die Frankfurter Punkband DEMOJACKE das Café Exzess in eine Bühne der Solidarität. Zusammen mit den Bands schlägertrupp und sharpened.lives rockten sie für den guten Zweck. Alle Einnahmen des Abends (nach Abzug der unvermeidlichen Unkosten) gehen direkt an InterRed. Doch nicht nur die Musik begeisterte: Während des Konzerts wurden auch T-Shirts und Merchandise-Artikel verkauft, deren Erlös ebenfalls in die Projekte fließt.
Ostermarsch Frankfurt: InterRed auf dem Römerberg
Am Ostermontag war InterRed mit einem Informationsstand auf dem Frankfurter Römerberg präsent. Viele Friedensbewegte nutzten die Gelegenheit, um sich über die aktuelle Situation in Cuba und die Arbeit von InterRed zu informieren. Besonders im Fokus: die Energieprojekte, die cubanische Krankenhäuser, Schulen und landwirtschaftliche Kooperativen mit Solarstrom versorgen.

Krefeld: Solifrühstück für die Kinderherzklinik
In Krefeld luden die DIDF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine) und die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. zu einem Solidaritätsfrühstück ein. Ein Vertreter der Düsseldorfer Gruppe der Freundschaftsgesellschaft hielt einen Vortrag über die Arbeit der Organisation, die aktuelle Lage in Cuba und die Kooperation mit InterRed. Besonders hervorgehoben wurde das gemeinsame Engagement für die Kinderherzklinik William Soler in Havanna. Die Spenden des Frühstücks fließen direkt in dieses Projekt.
Solidarität, die ankommt
Die letzten Wochen haben gezeigt: Die Unterstützung für Kuba wächst – und sie ist vielfältig. Ob durch Kultur, politische Aufklärung oder gemeinsame Aktionen – überall entstehen neue Ideen, um die Arbeit von InterRed zu stärken. Besonders freut uns, dass viele der neuen Spenden direkt in die Kinderherzklinik und die Energieprojekte an der ELAM fließen.
Sie wollen auch helfen?
Ob durch eine Spende oder eine eigene Soli-Veranstaltung. Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Spendenkonto:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
SozialBank
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33MNZ
Solidarität in Zeiten der Bedrohung
Die Energieversorgung Cubas leidet unter der US-Blockade. Die Regierung Trump versucht, mit der Sanktionierung von Öllieferungen einen „Regime Change“ durchzusetzen.
Weiterlesen→Solarstrom und Batteriespeicher für das ICAIC
Das Netzwerk InterRed Cooperación e.V. hat mit dem kubanischen Filminstitut ICAIC eine Vereinbarung für den Bau einer Solaranlage und Batteriespeichern abgeschlossen. Ziel ist es, zentrale Arbeitsbereiche des Instituts auch bei Stromausfällen zuverlässig mit Energie zu versorgen.
Weiterlesen→Solarstrom für Kinderherzklinik in Havanna
Die verschärfte US‑Blockade führt zu massiven Energieengpässen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen installiert InterRed ein Solarkraftwerk auf der Kinderherzklinik William Soler in Havanna. Damit lebenswichtige medizinische Versorgung gesichert bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung.
Weiterlesen→ELAM-Update: Der Container ist unterwegs
Die Vorbereitungen für die nächsten Solarprojekte an der ELAM laufen weiter auf Hochtouren. Auch wenn sich der Zeitplan leicht verschoben hat. Der Container mit den Modulen ist Ende November in Spanien ausgelaufen. An Bord: die 100 kWp für die Netzeinspeisung sowie die netzunabhängigen Systeme für die kleine Poliklinik und für die Versorgung von Mensa, Handy-Ladestationen.
Sobald der Container in Cuba eintrifft, geht es direkt an den Aufbau. Ziel bleibt, die Anlagen zügig ans Netz zu bringen.

Gemeinsam mit AMCA entstehen bis Ende 2025 insgesamt sechs Solaranlagen. Zusammen bringen sie rund 440 kWp Leistung und 84 kWh Speicherkapazität auf die Dächer. Ab 2026 werden sie etwa 650.000 kWh saubere Energie pro Jahr liefern.
Auch der Spendenstand wächst weiter: Zum 30. November 2025 liegen die eingegangenen Beiträge bei 287.112,92 Euro. Jeder Euro fließt direkt in Technik, Transport und Aufbau – ohne Umwege, ohne Abzüge.
Für 2026 sind zusätzlich neue Projekte in Abstimmung: weitere Anlagen an der ELAM und eine Versorgungslösung für ein Kinderkrankenhaus.
Mit jedem Schritt zeigt sich deutlicher, wie gut solidarische Zusammenarbeit funktionieren kann und wie viel sie bewegt.
Eine Solaranlage für das kubanische Filminstitut ICAIC

Initiative für Kultur und Klima
„Film ist Kunst.“ Mit diesen Worten begann 1959 nur wenige Monate nach der Revolution auf Cuba ein neues Kapitel: die Gründung des Instituts für Filmkunst und Filmindustrie (ICAIC). Seitdem bringt das Institut das Kino zu den Menschen: mit mobilen Vorführungen auf Lastwagen und Maultierkarren, mit Leidenschaft, Kreativität und einem klaren Ziel: Kultur für alle.
Über Jahrzehnte hinweg hat das ICAIC Filme und Dokumentationen hervorgebracht, die weit über Lateinamerika hinaus Anerkennung gefunden haben. Es ist ein Ort, an dem Kunst, Geschichte und gesellschaftliches Bewusstsein zusammenkommen. Doch heute steht das traditionsreiche Institut vor neuen Herausforderungen:
Wirtschaftliche Engpässe und landesweite Stromausfälle erschweren die Arbeit der Filmschaffenden erheblich. Schneiden, vertonen, projizieren – all das braucht Energie. Energie, die oft fehlt.
Deshalb wollen wir handeln
Gemeinsam mit unseren Partnern planen wir, auf dem Dach des ICAIC eine netzunabhängige Solaranlage zu errichten. Sie soll die wichtigsten technischen Bereiche mit sauberem, verlässlichem Strom versorgen und so den Kulturbetrieb nachhaltig absichern.
Warum das wichtig ist
Das ICAIC ist weit mehr als ein Filmstudio. Es ist das Herz der kubanischen Filmkultur, organisiert Festivals, betreibt Kinos und bietet Filmschaffenden in ganz Lateinamerika eine Plattform zum Austausch. Eine Solaranlage bedeutet hier nicht nur Strom. Sie bedeutet kulturelle Kontinuität und ein Stück Energieunabhängigkeit für die Kunst.
So können Sie helfen
Jede Spende zählt.
Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie nicht nur ein Stück kubanischer Filmgeschichte, sondern auch den Ausbau nachhaltiger Energie auf der Insel.
Spendenempfänger:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
Stichwort: Spende für Cine y Cultura
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33MNZ
Unser Engagement geht weiter
Was 2021 mit einer Idee begann, ist heute ein handfestes Stück Energiewende auf Cuba. Seit dem ersten Solarprojekt hat das Netzwerk InterRed Cooperación gemeinsam mit seinen Partnern Schritt für Schritt daran gearbeitet, cubanische Einrichtungen unabhängig von teurem Heizöl und Diesel zu machen – mit sauberem, verlässlichem Strom aus der Sonne.
Die Bilanz kann sich sehen lassen
Insgesamt vier Solaranlagen versorgen heute zuverlässig wichtige Institutionen in Havanna. zwei auf dem Gelände des Zentrums für Molekularbiologie (CIM), eine am Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie (CIGB) und die vierte in Zusammenarbeit mit der Schweizer AMCA auf dem Dach der medizinischen Hochschule ELAM. Zusammen erzeugen sie jährlich rund 430.000 Kilowattstunden Strom. Seit der Inbetriebnahme der ersten Anlage im Jahr 2022 bis April 2025 haben sdie Anlagen auf dem Dächern der CIM und CIGB bereits über 750.000 Kilowattstunden produziert – das entspricht einer Einsparung von rund 300.000 Litern Heizöl und Diesel.
Neue Projekte
Aktuell laufen die Vorbereitungen für weitere Solarprojekte an der ELAM. Der Container mit den Modulen soll Ende Oktober 2025 in Cuba eintreffen, der Aufbau bis Jahresende abgeschlossen sein. Neu dabei: Ab dem fünften Projekt kommen Batteriespeicher zum Einsatz – ein wichtiger Schritt, um Solarstrom auch in den Abendstunden nutzbar zu machen.
Gemeinsam mit AMCA entstehen bis Ende 2025 insgesamt sechs Solaranlagen mit einer kombinierten Leistung von rund 440 Kilowatt-Peak und 84 Kilowattstunden Speicherkapazität. Ab 2026 werden diese Anlagen jährlich etwa 650.000 Kilowattstunden saubere Energie liefern.
Der bisherige Spendenverlauf zeigt, was möglich ist, wenn viele an einem Strang ziehen:
Zum 31. März 2025 lagen die Spenden bei 262.714 Euro, Ende September bereits bei 269.647 Euro. Jeder Beitrag fließt direkt in Technik, Transport und Aufbau der Anlagen – ohne Umwege, ohne Abzüge.
Für 2026 sind in enger Abstimmung mit dem kubanischen Gesundheitsministerium weitere Solarprojekte an der ELAM und einem Kinderkrankenhaus in Planung.
Mit jedem neuen Projekt wächst nicht nur die Stromproduktion, sondern auch das Vertrauen, dass solidarische Zusammenarbeit funktioniert.
Solarenergie für nachhaltige Landwirtschaft
Ein bisschen außerhalb von Havanna, dort wo das Stadtleben langsam dem satten Grün weicht, liegt die kleine Kooperative „Vitalio Acuña“. Auf der Finca „La Bendición“ bewirtschaftet Bauer Vladimir Hinojosa rund 1,5 Hektar Land – durchzogen von einem Fluss, mit fruchtbarem Lehmboden auf der einen und felsig-sandigem Gelände auf der anderen Seite. Was hier wächst, wächst gut. Doch wie so oft auf Cuba ist nicht das Land das Problem, sondern der Zugang zu Energie und Wasser.
Hier entstand das fünfte Solarprojekt von InterRed: Eine 6-kWp-Photovoltaikanlage mit einem 12-kWh-Batteriespeicher. Die Anlage läuft und sorgt dafür, dass die mobile Bewässerung in Gang kommt. Und das ist mehr als nur ein technischer Fortschritt. Es ist ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit und nachhaltiger Landwirtschaft.

Solarstrom für die ELAM: Aufbau beginnt
Nach einer Verspätung sind die Solarmodule nun endlich auf Cuba angekommen – und das Projekt geht weiter. Die Studierenden der Lateinamerikanischen Medizinischen Hochschule (ELAM) in Havanna haben mit angepackt und geholfen, die Panels auf das Dach zu tragen, wo sie nun installiert werden. Es herrscht eine gute Stimmung auf dem Campus: Die Solaranlage wird die Energieversorgung stabilisieren.
















Pilotprojekt bald abgeschlossen
Das gemeinsame Pilotprojekt mit der Schweizer Organisation AMCA wird voraussichtlich bis Ende April abgeschlossen sein. Bisher ist es ein Erfolg: Der Aufbau zeigt, was mit internationaler Solidarität und gemeinschaftlichem Engagement möglich ist. Wenn die Solaranlage schließlich angeschlossen ist, wird sie nicht nur den Energiebedarf eines Teils der ELAM decken, sondern auch eine Grundlage für den Ausbau weiterer Projekte schaffen.
Mit jeder Solaranlage wächst Cubas Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen – und unsere Solidarität wächst mit jedem Schritt dieses Projekts. Helfen Sie uns, auch in Zukunft solche positiven Veränderungen zu ermöglichen.
Falls Sie das Projekt unterstützen wollen, können Sie ihre Spende überweisen an das Spendenkonto:
Netzwerk InterRed Cooperación e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE15 3702 0500 0007 6002 00
BIC: BFSWDE33MNZ


