Das nächste Solarprojekt ist schon am Start

Unsere Solarprojekte in Cuba gehen trotz der US-Sanktionen direkt weiter: Das nächste Projekt ist schon am Start. In Havanna wollen wir ein Kinderkrankenhaus im Arbeiter:innenviertel Cerro mit Solarstrom unterstützen. Dort entscheidet verlässliche Energie jeden Tag über gute Versorgung, sichere Behandlung und schnelle Hilfe in Notfällen.

Das Krankenhausteam arbeitet mit großem Einsatz. 314 Beschäftigte halten den Betrieb am Laufen. 2025 behandelte das Krankenhaus rund 46.500 Patient:innen, davon etwa 26.000 in der Notaufnahme. Doch die Stromversorgung bleibt unsicher. Zwei alte Notstromaggregate reichen nicht aus. Nach einem Hurrikan musste in wichtigen Bereichen zeitweise bei Kerzenlicht gearbeitet werden. Das darf nicht zu Normalität werden.

Mit einer Solaranlage kann das Krankenhaus unabhängiger werden. Geplant ist eine Anlage mit bis zu 120 kWp Leistung. Ein Teil der Anlage soll mit Batterien arbeiten. Batterien speichern den Strom und geben ihn ab, wenn das Netz ausfällt oder wenn nachts Strom gebraucht wird. So können Intensivstation und Notaufnahme besser geschützt werden. Die Intensivstation hat neun Betten. Gerade dort braucht jedes Gerät eine sichere Energiequelle.

Das Projekt stärkt die öffentliche Gesundheitsversorgung in Cuba. Es senkt die Stromkosten, spart Öl und verringert den Ausstoß von klimaschädlichem CO2. Zugleich zeigt es praktische Solidarität gegen die Folgen der US-Blockade. Diese Blockade erschwert seit Jahrzehnten den Zugang zu Technik, Ersatzteilen, Transport und Devisen. Wer Solarstrom für Cuba unterstützt, hilft konkret: mit Energie für Medizin, für Pflege und für Kinder.

Das Dach des Krankenhauses eignet sich gut für Solarmodule. Ein erfahrenes technisches Team vor Ort kann den Betrieb begleiten. Zusätzlich sollen einfache Geräte zur kurzfristigen Notstromversorgung angeschafft werden. Auch elektrische Dreiräder können helfen. Sie transportieren Menschen, Medikamente und Material im Stadtteil und können mit Solarstrom geladen werden.

Für diesen Projektschritt werden rund 160.000 Euro benötigt. Darin enthalten sind Solarmodule, Batterien, Wechselrichter, Transport, Logistik und weitere notwendige Ausstattung. Ein Wechselrichter wandelt Solarstrom so um, dass ihn das Krankenhaus nutzen kann. Sobald ein großer Teil der Mittel zugesagt ist, kann die Umsetzung starten. Ziel ist, das Solarprojekt noch vor Jahresende auf den Weg zu bringen.

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